Wenn wichtige Daten verloren gehen, kann das schwerwiegende Folgen haben. Bei privat genutzten Computern gehen oft Fotos oder Videoaufnahmen verloren, sodass wertvolle Erinnerungen gelöscht werden. Bei Geschäftsdaten kann ein erheblicher finanzieller Verlust entstehen, wenn beispielsweise die Ergebnisse einer langwierigen Arbeit verloren gehen oder der Verlust von Kundendaten den Geschäftsabschluss verhindert. Doch kann man in vielen Fällen die Daten noch retten, selbst wenn sie verloren scheinen.
Datenverlust durch Software- oder Hardwareprobleme
Daten können auf verschiedene Weise verloren gehen. Ein Fehler der Festplatte kann beispielsweise dafür sorgen, dass die Daten nicht mehr abgerufen werden können. Auch bei anderen Datenträgern kann ein Defekt auftreten, sodass der Nutzer die Daten nicht mehr abrufen kann. Ein völlig anderes Problem ist es, wenn der Datenträger nicht beschädigt ist, sondern die Daten durch eine fehlerhafte Software oder eine versehentliche Löschung durch den Anwender gelöscht wurde. Die Datenrettung weist in diesen beiden Fällen sehr große Unterschiede auf.
Datenrettung bei einem Hardware-Defekt
Bei einem Hardware-Defekt muss man zunächst überprüfen, ob der Datenträger überhaupt nicht mehr reagiert oder ob nur einzelne Daten verloren gegangen sind. Im ersten Fall ist eine selbstständige Problembehebung kaum möglich. Wenn der Datenträger wichtige Daten enthielt, sollte ein Datenrettungsprofi eingeschaltet werden. Im zweiten Fall sollte man ebenfalls in Erwägung ziehen, eine Datenrettungsfirma zu beauftragen, wenn sehr wichtige Daten auf der Festplatte gespeichert werden. Denn bei einem selbstständigen Eingriff erhöht sich immer das Risiko, dass die Daten vollständig zerstört werden. Wenn man dieses Risiko eingehen will, kann man versuchen, eine weitere Festplatte an den Computer anzuschließen und die Daten zu überspielen. So werden zumindest die noch erreichbaren Daten gesichert.
Versehentlich gelöschte Daten
Wenn Daten durch einen Anwendungsfehler oder einen Softwarefehler gelöscht wurden, muss ein anderer Lösungsansatz gewählt werden. Wenn Daten auf der Festplatte gelöscht werden, wird lediglich im Index der Platte der entsprechende Bereich als frei gekennzeichnet. Die Daten selbst werden erst überschrieben, wenn neue Daten in diesem Feld gespeichert werden. Wenn man schnell handelt, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die Daten noch nicht überschrieben wurden. Um die Daten wieder zugänglich zu machen, ist jedoch eine spezielle Software notwendig. Da die Speicherung der Daten vom Betriebssystem gesteuert wird, muss bei der Auswahl der Software darauf geachtet werden, dass diese auch für das betreffende Betriebssystem geeignet ist. Wenn man die Daten auf einem Linuxsystem wiederherstellen will, wird eine andere Software benötigt als bei einem Windows-Rechner. Bei sensiblen Daten sollte man jedoch eine Datenrettungsfirma heranziehen, da man durch den Versuch der eigenständigen Datenrettung die Daten unwiederbringlich zerstören kann.






